Herbstgeschichten

Und plötzlich ist Herbst – meine Lieblingsjahreszeit.

Wir haben vergangenes Wochenende den Herbst willkommen geheißen, undzwar auf eine Art und Weise die mir meine Oma mit auf den Weg gab. Für mich ist es also nicht nur eine kleine, erste Herbstbastelei, sondern auch eine wundervolle Kindheitserinnerung.

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Alles was man benötigt sind Sonnenblumenköpfe aus dem Garten und eine Fensterbank, ein Vogelhäuschen oder einen anderen tollen Platz den ihr aus sicherer Entfernung beobachten könnt, also ganz simpel!

S. und ich haben dieses Jahr recht früh den Garten winterfest gemacht, und in Zuge dessen alle Sonnenblumen geerntet. Dieses Jahr sind sie bei uns wirklich groß und gut gewachsen, und die meisten hingen schon weit mit dem Kopf nach unten.

Schaut man in die Mitte der Sonnenblumenblüte sieht man die kleinen braunen Röhrenblüten, auf denen sich an warmen Sommertagen vor kurzem noch die Bienen tummelten. Werden sie dabei befruchtet, kann sich unter jeder dieser Röhrenblüten ein Sonnenblumenkern als Samen ausbilden. Wenn dann im Herbst die Sonnenblume zu welken anfängt, so kann man die alten Röhrenblüten mit den Fingern abreiben und die Kerne darunter zum Vorschein bringen.

Unsere Ausbeute war eine ganze Schubkarre voller Sonnenblumenköpfe! Und wenn man genau hinsieht, dann erkennt man eine ganz Andere Seite der Sonnenblumen-Schönheit. S. liebte es über die Kerne im Blütenkopf zu streicheln und war ganz fasziniert wenn einige herausfielen.

Meine Oma steckte zu Lebzeiten die Blumenköpfe mit dem Stiel in den Maschendrahtzaun vorn am Garten, so konnte sie die Vögel aus dem Wohnzimmerfenster beim Picken beobachten.

Wir verteilten die Sonnenblumen aber dieses Jahr direkt auf unsere Fensterbänke, damit S. hinter der Fensterscheibe ganz Nah dabei sein kann – auch wenn das bedeutet, dass die Vögel vielleicht auch ihre Ausscheidungen auf den Fensterbänken hinterlassen würden :D.


Jetzt schnell ins Haus und es sich auf der Fensterbank gemütlich machen… und wenn man mitten im Wald wohnt, so wie wir, dann muss man auch garnicht lange warten, bis die ersten kleinen Meisen die neue Futterquelle entdecken und schleunigst leer räumen. S. hielt jedes Mal den Atem an, wenn ein Vögelchen auf der anderen Seite der Scheibe saß.

Nach nur 2 Tagen und ständigem Geflatter an unseren Fenstern sahen die Sonnenblumenköpfe dann so aus:


Ich freue mich jetzt schon auf unzählige Sonnenblumen die nächsten Sommer rund um unser Haus wachsen werden, denn die Vögel haben wirklich überall Sonnenblumenkerne verteilt. Das wird ein Sonnenblumenparadies!

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Mittlerweile sind die Sonnenblumenblüten komplett leer gefuttert und S. warf sie gestern stolz auf den Kompost.. „Mama, jetzt haben die Vögel einen ganz dicken Sonnenblumenbauch!“.

Einfach, kostenlos und naturverbunden – irgendwie genau das, was ich für Kinder wertvoll finde, und genau deswegen möchte ich es mit euch teilen.

Bis zum nächsten Mal,

Cheryl

2 Gedanken zu “Herbstgeschichten

  1. herzmelodieee schreibt:

    Ohhhhh was ist das bitte für eine tolle Idee , alleine das ist schon ein Grund nächstes Jahr bei Mama im Garten Sonnenblumen wachsen zu lassen. Danke das du das mit uns geteilt hast und ganz tolle Bilder.
    Drück dich

    Gefällt mir

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