Unsere Lieblingsteile für die kalten Tage

Ein Zwerglein steht im Walde ganz still und stumm,
es hat vor lauter Wolle ein Anzug um.
Sag wer mag das Zwerglein sein, das da steht im Wald allein,
mit dem kuschlig-wolligen Anzüglein.

*dieser Blogpost enthält Werbung.

Der Winter naht und die Zwiebelschichten werden immer dicker. Damit die Zwiebelschichtung aber ihren Sinn erfüllen kann sollten die einzelnen Stofflagen Luft hindurch lassen, Feuchtigkeit ableiten und trotzdem wärmen. Atmungsaktive und schweißabweisende Stoffe, vorzugsweise aus Naturfasern werden zu dieser Jahreszeit also immer wichtiger und besonders für empfindliche, oder sogar neurodermitisgeplagte Kinderhaut wie S.’s sind sie unumgänglich. Und weil ich weiß, wie schwer es ist auf einem Markt wie dem heutigen einen Überblick zu behalten, möchte ich euch heute ein paar unserer Lieblingsteile aus unserer Wintergarderobe vorstellen und euch gegebenenfalls zeigen auf was ihr beim Kauf achten solltet:

1. Pixiemützenimg_20171008_195429_227969682225.jpg

Ein kleines aber feines, modisches Accessoire, das wir uns im Winter nicht mehr wegdenken können!

Warum? Weil Pixiemützen einfach süß sind!
Und wenn etwas nicht nur warm hält, sondern auch noch zuckersüß ausschaut, dann gehört es eindeutig zu unseren Lieblingen.

Auf Instagram findet ihr unzählige Shops die selbstgestrickte Pixiemützen/Zwergenmützen verkaufen (eine Strickanleitung findet ihr aber auch zum Beispiel hier) und auch genäht ist sie einfach ein Hingucker. Ich finde, sie gehört eindeutig in unsere Lieblingsteile-Liste auch wenn es darüber leider nicht viel zu berichten gibt, außer – sie hält warm, ist aus Wolle und bringt Omas auf der Straße vor Entzücken zum qiecken!

2. Schlafkleidung aus Merinowolle

Die Wolle vom Merinoschaf ist bekannt als eine der Besten unter den Naturfasern. Sie eignet sich ganz besonders für Winterkleidung, weil sie den Körper wärmt ohne ihn zu überhitzen, Feuchtigkeit ableitet und sich weich und sanft auf der Haut anfühlt. Außerdem wirkt Merinowolle auf der Haut antibakteriell und muss dank seiner selbstreinigenden Stoffeigenschaften sehr, sehr selten gewaschen werden. Letzteres sind für Neurodermitiker ganz besonders wichtige Eigenschaften.

Schlafanzug von Green Rose *Werbung

All diese Punkte machten Schlafkleidung aus Merinowolle für mich, bzw. für S.’s empfindliche Haut interessant, denn vorallem Nachts, wenn die Neurodermitis in kuscheliger Wärme unter der Bettdecke ihren vollen Juckreiz entfaltet, kratzt sie sich regelmäßig ihre Kniekehlen und Armbeugen auf. Mein armes Baby!

Dank des Labels Green Rose (*Werbung) durfte S. wunderschöne und schlichte Schlafkleidung aus 100% Merinowolle testen und konnte die Vorzüge der Wolle direkt in der ersten Nacht spüren. Und noch ein Vorteil: den Pyjama kann man auch als Thermo-Unterwäsche nutzen!

 

3. Wollwalkanzug

Zwei kleine Walkpopos 🖤

Gewalkte Wolle – was heißt das überhaupt?

Beim Walken wird gewebte Wolle über verschiedene Arbeitsschritte und chemikalische Bäder nach und nach so stark verfilzt, dass die ursprüngliche Webbindung nicht mehr an der Oberfläche zu erkennen ist. In Deutschland wurde und wird der Wollwalk traditionell wegen seiner Widerstandsfähigkeit für Trachten und Jacken verwendet. Heutzutage findet er auch immer mehr Anklang in dem Bereich der Kindermode.

Die Vorteile von Wollwalk sind zum Beispiel, dass er durch das Verfilzen der Fasern und dank des natürlich vorkommenden Wollfetts wasser-, wind- und schmutzabweisend ist (unser Anzug wurde schon so oft eingesaut, aber noch nie gewaschen – hartnäckige Verunreinigungen werden einfach getrocknet ausgebürstet). Außerdem ist Walk temperaturausgleichend, das heißt, er wärmt bei Kälte und isoliert die Wärme nach Innen hin. S. trägt unter ihrem Overall zum Beispiel nur eine Strumpfhose und ein langes Oberteil – bei angehenden Minustemperaturen noch jeweils eine Schicht mehr darunter.

Aber aufgepasst:

Walk ist nicht gleich Walk. Ein hochwertiger Walk hat seinen Preis – mindestens so um die 50€ pro Meter. Walkloden für Außenkleidung, wie unser Overall oder unsere Walkhose, sollte eine Dicke von ca. 580g/m besitzen und zu 100% aus reiner Schur- oder Merinowolle bestehen, nur dann benötigt die Kleidung keine Fütterung. Wenn ihr Walkkleidung kauft, dann ist also ein niedriger Preis erstmal ein Garant dafür, dass dünnerer Pulloverwalk oder kein ‚echter‘ Walk verarbeitet wurde, anstelle des dicken, guten Walks. Passt also auf, dass ihr eure Kinder unter günstigerer/dünnerer Walkkleidung dicker anzieht.

Meine Informationen dazu beziehe ich übrigens von meiner Tante, die Schneiderin in einer Walkmanufaktur ist und hochwertige Walkloden schneidert. Ihr Tipp ist außerdem: wer herausfinden möchte ob ein Wollwalkstoff aus echter Schurwolle besteht, der sollte vorsichtig eine kleine Zündprobe machen – wenn es danach nach verbrannten Haaren riecht, dann ist der Walk echt – es sind ja schließlich Haare.

4. Bio-Strumpfhosen
Die unterste Schicht – die, die direkt auf der Haut aufliegt – ist die Wichtigste. Allein aus diesem Grund sollte klar sein, dass man bei Unterwäsche, Strumpfhosen und Co. auf synthetische Fasern verzichten sollte, unter denen Feuchtigkeiten wie Schweiß kaum abgeleitet werden können. Die Folge ist Frieren, und jeder weiß, dass diese Kombination unangenehm und erkältungsfördernd ist.

Strumpfhosen sind bekannterweise elastisch um Passgenauigkeit und einen guten Sitz zu gewährleisten  – und dafür werden synthetische Stoffe wie Elastan verarbeitet. Bei namenhaften Bio-Labels werden diese sogar mit Baumwolle ummantelt, damit wirklich nur reine Naturfasern in Hautkontakt kommen.

Ich achte aufgrund der Neurodermitis meiner Tochter wirklich sehr darauf auf synthetische Fasern zu verzichten – eine dieser quietsch türkisen Elasthan/Polyester/Polyamid-Mix-Elsa Strumpfhosen wird es hier wohl nicht für den täglichen Gebrauch geben.

Mein Geheimtip: Die Baumwoll-Kinderstrumpfhosen aus dem DM Drogeriemarkt (meistens 98% Baumwolle und 2% Elasthan).

5. Salopette aus Schurwolle

Wir haben unsere Salopette von Disana vor 2 Jahren gekauft – S. war nicht mal 1.5 Jahre alt. Meine Devise war: so groß wie möglich kaufen und so lange wie möglich tragen. Und siehe da, mit fast 3.5 Jahren passt sie immer noch.

Die Salopette kann man von Herbst bis Frühling tragen und hält dank der Wolleigenschaften kuschelig warm ohne zu schwitzen. Sie ist unser Kleidunggstück für die ’noch-zu-warm-für-den-Walkoverall-aber-trotzdem-schon-kalt‘-Zeit.

Im Herbst und wärmeren Frühling reicht es die Salopette über einen kuscheligen Wollpullover zu ziehen. Im Winter kommt noch ein Walkjäckchen darüber und kein Kind muss in dicken, unbeweglichen Schneeanzügen rumstapfen.

Auch dieses Kleidungsstück haben wir seit dem Kauf nie waschen müssen – und das trotz Pfützen- und Matschabenteuern!

 

Das waren sie schon – unsere Lieblings-Kleidungsstücke für kältere Tage. Ich hoffe sie halten S. auch diesen Winter kuschelig warm. Und noch viele weitere.

Bis zum nächsten Mal,

Cheryl

2 Gedanken zu “Unsere Lieblingsteile für die kalten Tage

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